Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Carphodactylae (Kluge, 1987)*
Gattung: Nephrurus
Art:
Nephrurus amyae (Couper & Gregson, 1994)
Nephrurus asper (Günther, 1876)
Nephrurus deleani (Harvey, 1983)
Nephrurus laevissimus (Mertens, 1958)
Nephrurus levis levis (De Vis, 1886)
Nephrurus levis occidentalis (Storr, 1963)
Nephrurus levis pilbarensis (Storr, 1963)
Nephrurus sheai (Couper & Gregson, 1994)
Nephrurus stellatus (Storr, 1968)
Nephrurus vertebralis (Storr, 1963)
Nephrurus wheeleri cinctus (Storr, 1963)
Nephrurus wheeleri wheeleri (Loveridge, 1932)
Quelle: Friedrich W. Henkel: "Geckos Australiens", 2010
*Tribus der Doppelfingergeckos (Diplodactylae)
Ich halte nicht alle Arten des Nephrurus Genus. Dies hat eigentlich nur zwei Gründe. Entweder die Tiere sind mir derzeit noch viel zu teuer (stellatus, asper) oder sie werden ausserhalb Australiens nicht in Gefangenschaft gehalten bzw. gezüchtet (seorsus, sheai, wheeleri wheeleri). Im Folgenden möchte ich einen kurzen Überblck über die von mir gehaltenen Arten geben.
Der größte Gecko des Nephrurus Genus und wohl der robusteste. Der gesamte Körper trägt spitze Tuberkel, die im Bereich des Ansatzes der Hinterbeine am ausgeprägtesten erscheinen. Wohingegen sie in Richtung des Kopfes und der distalen Extremitäten flach auslaufen. Die natürlichen Farbausprägungen reichen von orange über rotbraun bis graduell pink. Die Gesamtlänge eines adulten Tieres beträgt ca. 150 mm. Das schwerste dokumentierte Weibchen dieser Art erreichte ein Gewicht von 75g. Die männlichen Tiere sind mit ca. 30 g deutlich leichter.
Die von Steve Sykes in Umlauf befindlichen "Hypo" sind wohl die ersten und auch einzigen Anzeichen einer beginnenden Selektivzucht. Wobei ich hier anmerken muss, dass bei mir auch bei der Verpaarung oranger und rötlicher Tiere Schlüpflinge resultierten, die zitronengelb sind.
Nephrurus wheeleri cinctus
deutscher Name: gebänderter Knopfschwanzgecko
Vorkommen: steinige Gefilde West-Australiens
Beschreibung:
In der Gesamtheit ist dieser Gecko der am leichtesten zu haltende, australische Gecko. Für Anfänger geeignet verzeiht er auch etwaige Haltungsfehler und ist sehr reproduktionsfreudig. Die Gesamtlänge liegt bei ca. 130-140 mm. Das schwerste Weibchen in meinem Besitz wog 31,6 g. Auch dieser Gecko ist durch viele Tuberkel gekennzeichnet, zudem besitzt er einen breiten, flachen Schwanz, der dann erst in den "Knopf" ausläuft. Namensgebend sind die 5 dunkelbrauen Bändern, die im Genick beginnen und bis zur Schwanzspitze reichen. Die Grundfärbung variiert und reicht von rosa bis bräunlich/orange.
Steve Sykes züchtet diese Tiere und auch hier strebt er eine Selektivzucht an, die bisher durch "patternless" Tiere gekennzeichnet ist. Auch von anderen "Morphen" wie "Eclipsed-Eyes" wird berichtet.
Nephrurus levis levis
deutscher Name: weicher Knopfschwanzgecko
Vorkommen: in weiten Teilen das australischen Kontinents
Beschreibung:
Die levis levis sind wohl die verbreitetsten Vertreter der "Levis-Unterart" und nahezu in ganz Australien verbeitet. Mit einer Gesamtlänge von 130 mm und einem Gewicht von 25 g sind es recht einfach zu haltende Geckos, wenn gleich sich die Haltungsanforderungen von denen der "Rough Knobtails" durch eine höhere Luftfeuchtigkeit unterscheidet. Die Tiere variieren in ihrer Farbe von rosa bis dunkelbraun mit hellen Punkten, die soetwas wie eine Linienzeichnung bilden. Auch diese Geckos haben einen flachen, breiten Schwanz, der dann schlussendlich im "Knopf" endet.
"Morphen" sind bisweilen: Striped, Hypo, High Red and Jellybean
Nephrurus levis pilbarensis
deutscher Name: Pilbara Knopfschwanzgecko
Vorkommen: Pilbara Region im Westen Australiens
Beschreibung:
Die wohl zeichnungsreichste Unterart des "Levis-Komplexes" besitzt im Vergleich zu den levis levis einen herzformigen Schwanz, der augenscheinlich als einfachstes Unterscheidungsmerkmal zu Rate gezogen werden kann. Unter den Pilbarensis sind bisher die meisten Farbmorphen bekannt und in ihnen steckt wohl noch das meiste Potenzial für weitere Formen.
"Morphen" sind bisweilen: Albino, Patternless, Albino Patternless, Hypo and Amel
Nephrurus laevissimus:
deutscher Name: blasser Knopfschwanzgecko
Vorkommen: sandige Gefilde Süd- und West-Australiens
Beschreibung:
Der kleinste und empfindlichste Gecko des Nephrurus Genus. Die Grundfärbung variiert von rosa über orange und gelb, und wird ihrerseits durch dunkle Punkte und Linien im Bereich des Hinterkopfes und der "Hüfte" unterbrochen. Der Schwanz erscheint knollenförmig und mündet schließlich im "Knopf". Während der Nacht können die Geckos "lichtdurchlässig" erscheinen. Seit einigen Jahren gibt es Tiere dieser Art, die wesentlich schwerer werden als die in der Natur vorkommenden - s.g. "Garth's Giant". Weibliche Tiere dieser Linie können bis zu 20-22g schwer werden. Urpsrung dieser Linie ist ein mexikanischer Züchter namens Garth. Die in Europa verfügbaren "Garth's Giants" stammen großteils von "pitbullgeckos.com", der die Tiere in seine Zuchtlinie eingkreuzt hat. Ich selbst halte diese Giants und mein Weibchen wiegt bereits 17g.
"Morphen" sind bisweilen:
Garth's Giants
Nephrurus deleani
deutscher Name: Pernatty Knopfschwanzgecko
Vorkommen: sandige Gefilde der Pernatty Lagoon
Beschreibung:
Ein mittelgroßer Gecko des Genus mit einem knollenförmigen Schwanz, der schlussendlich im "Knopf" endet. Im Allgemeinen hat dieser Gecko eine "Jungle"-Zeichnung, die durch Streifen und Flecken oder einer Kombination aus beidem gekennzeichnet ist. Die Grundfärbung beinhaltet ein Farbspektrum aus orange, lila, gelb und braun. Kein Tier ähnelt dem anderen, was sie zu sehr einzigartigen Geckos macht.